Wissenswertes über ...

... die Herstellung im Nassverfahren

Zur Produktion von Holzfaserdämmstoffen wird überwiegend Sägewerks-Restholz verarbeitet: Schwarten, Spreißeln und Hackschnitzel sowie Schwachholz aus Durchforstungen. Dabei handelt es sich ausschließlich um europäisches Nadelholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Als Herstellungsverfahren hat sich das Nassverfahren bewährt. In Form von Hackschnitzeln aufbereitetes Holz wird dabei thermisch-mechanisch zerfasert, und zwar in einem so genannten Defibrator. Unter Zugabe von Wasser und ggfs. weiteren Zusätzen wie etwa. Paraffin zur Hydrophobierung wird ein Holzfaserbrei angemischt.

Die breiige Masse wird auf eine Langsiebmaschine aufgebracht, unter dem Druck riesiger Walzen geformt und entwässert. Nach dem Trocknen in einem Mehretagen-Trockner werden die Platten formatiert, das heißt auf das gewünschte Format zugeschnitten - und anschließend palettiert.

Plattenverschnitt und Holzstaub werden dem Produktionskreislauf wieder zugeführt. Beim Pressen und Trocknen der Platten anfallendes Wasser wird aufbereitet und ebenfalls erneut verwendet.

Die Bindung der Platten beruht im Nassverfahren auf einer gezielten Aktivierung ihrer Eigenklebefähigkeit. Sonstige Bindemittel müssen nicht zugegeben werden, da die Fasern bei fachgerechter Verarbeitung eine exzellente Eigenklebefähigkeit besitzen.


Abb. HE-1: Herstellungskreislauf