Abb. HD-2: Im Nassverfahren gefertigte HFD-Platten kommen unter anderem in Wärmedämm-Verbundsystemen an Fassaden zum Einsatz.

Wissenswertes über ...

... Dämmstoffe aus Holzfasern

Abb. HD-1

Holzfaserprodukte haben sich als Dämmstoffe "am Bau" schon seit Jahrzehnten bewährt. Sie zählen zu den ökologischen und besonders wohngesunden Dämmmaterialen.

Holzfaserdämmplatten werden aus zerfasertem Nadelholz hergestellt: VHD-Mitglieder wenden hierfür das so genannte Nassverfahren an. Die Bindungswirkung der Holzasern beruht dabei auf einer Aktivierung ihrer Eigenklebefähigkeit. Um stabile Dämmplatten zu erhalten, sind also keine Klebstoffzusätze erforderlich.

Abb. HD-4: Das Nassverfahren ist nach Expertenmeinung ökologisch vorteilhaft, weil chemischen Zusätze nicht erforderlich sind und weniger Energie verbraucht wird. Das benötigte Wasser fließt beim Nassverfahren im geschlossenen Kreislauf und kann dadurch gleich mehrfach verwendet werden.


Im so genannten Trockenverfahren müssen den Fasern hingegen Bindemittel wie z.B. PUDI Klebstoffe beigefügt werden, um die Eigenklebefähigkeit der Fasern zu aktivieren.

Holzfaserdämmstoffe werden überwiegend für Zwecke der Wärme- und Schalldämmung in Wänden, Decken und Dächern verwendet. Im Rahmen einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung kommen sie auch als Putzträgerplatten für Wärmedämmverbundsysteme zum Einsatz.