VERBAND HOLZFASER DÄMMSTOFFE VHD e.V.
Nr. 9/2008 MEDIENINFORMATION
VHD rät zu jährlicher Fassadeninspektion:
Im Herbst alle Außenwände kontrollieren!
Wuppertal (vhd). Vorbeugen ist besser als Bauschäden in Kauf zu nehmen. Deshalb sollte jeder Eigentümer die Außenwände seines Hauses mindestens einmal jährlich gründlich inspizieren. Schließlich hängt auch der Energiebedarf der Immobilie davon ab, ob Putzrisse und andere Fassadenschäden rechtzeitig erkannt und alsbald fachmännisch behoben werden.
"Wer die Kontrolle der Außenwände auf die leichte Schulter nimmt, riskiert, dass Feuchte in die Gebäudehülle eindringt und sich dort ausbreitet. Aus kleineren Fassadenschäden können dann mit der Zeit größere Energieschlupflöcher werden", mahnt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer beim Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal.
Hintergrund: Risse und Löcher im Putz können zum Eindringen von Feuchte führen; auch die Dämmung ist hiervon mitunter betroffen. Durchnässte Dämmstoffe aber - ganz gleich, woraus sie bestehen - können vor Wärmeverlusten nur unzureichend schützen. Durch übermäßige Feuchte strapazierte Außenwände werden häufig von Moosen und Pilzen besiedelt, worunter das Fassadenbild mitunter erheblich leidet.
Auf die Bepflanzung achten
Eine weitere Ursache für derartige Veränderungen können Gartenpflanzen sein, die mit der Zeit zu dicht an das Haus herangewachsen sind. Dann empfiehlt es sich, den Bewuchs zurück zu schneiden, um die Außenwand trocknen zu lassen. Bleibt eine Besserung des Schadensbildes aus, sind die Ursachen anderweitig zu suchen. Feuchtigkeit kann beispielsweise auch durch defekte Wartungsfugen in den Wandaufbau gelangen. Gegebenenfalls sind Dichtungsprofile oder -massen zu erneuern; eine Arbeit für den Fachmann.
Schadstellen ins Auge sehen
Als typische Schwachstellen, an denen bauliche Schäden häufig ihren Anfang nehmen, sind der Sockelbereich des Hauses, die Fensterausschnitte nebst Regenabläufen, die Eingangs- und Terrassentüren sowie sonstige Durchdringungen der Außenhülle des Gebäudes anzusehen: Angriffspunkte bilden beispielsweise die Abluftrohre von Dunstabzugshauben, Außensteckdosen, Wasserhähne, Verankerungen von Fensterläden, Wandleuchten und Markisen etc. Diesen Bereichen sollte jeder Hausbesitzer bei der jährlichen Fassadeninspektion besondere Aufmerksamkeit widmen.
An Fachleute wenden
Sind gravierende Veränderungen des Fassadenbildes erkennbar, sollte man einen Fachmann hinzuziehen - insbesondere, wenn die Ursache und der Umfang des Schadens unklar sind. Architekten, Energieberater, Maurer, Dachdecker, Zimmerleute und andere Bauhandwerker helfen gern mit Rat und Tat, wenn es gilt, den Wert des Hauses zu erhalten.
Gut zu wissen: Ausbesserungsarbeiten an Putzfassaden setzen üblicherweise eine Außentemperatur von +5 Grad Celsius oder mehr voraus. Erforderliche Instandsetzungsmaßnahmen sollte man deshalb rechtzeitig vor dem ersten Frost durchführen lassen.
Anschauliche firmenneutrale Informationen über Holzfaserdämmstoffe, ihre bauphysikalischen Eigenschaften und die mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten zur Fassadenmodernisierung und Gebäudesanierung finden sich im Internet auf www.holzfaser.org
02.09.2008
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In wetterexponierten Lagen wird die Fassade rings um die Regenabläufe schnell zum Tummelplatz für Moose, Pilze und bisweilen sogar Algen. (Foto: Achim Zielke/VHD e.V. - www.holzfaser.org)
In einwandfreiem Zustand sieht die Fassade rings um den Regenablauf sauber aus. Keine Spur von Putzrissen, Moos oder Algen! (Foto: Achim Zielke/VHD e.V. - www.holzfaser.org)
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