VERBAND HOLZFASER DÄMMSTOFFE VHD e.V.
Nr. 8/2009 MEDIENINFORMATION
Vorbildlich nachhaltig:
Mit Holzfasern klimaschonend dämmen!
Wuppertal (vhd). Auch wenn es draußen jetzt erst richtig heiß wird - der nächste Winter kommt bestimmt! Die Zeit bis dahin lässt sich nutzen, um das Eigenheim energetisch auf den neusten Stand zu bringen. Wer dafür Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern wählt, minimiert den Energiebedarf des Hauses und reduziert zugleich den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre.
"In welcher Größenordnung das Bauen mit Holz unser Klima insgesamt verbessert, lässt sich nur erahnen: Ein einzelner Holzbalken entzieht der Atmosphäre nahezu das Doppelte seines eigenen Gewichts an Kohlendioxid; der Holzrahmen eines durchschnittlichen Einfamilienhauses bringt es sogar auf dutzende Tonnen. Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern zu verbauen, trägt zur Reduktion des Treibhausgases CO2 ebenfalls erheblich bei", spricht sich Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD), für eine verstärkte wirtschaftliche Nutzung von heimischem Waldholz aus.
Dämmstoffe aus Frischholz
An genügend Nachschub mangelt es nicht, denn in deutschen Forsten gilt das Nachhaltigkeitsprinzip als gesetzlich verankerte Verpflichtung. Das bedeutet, dass nur so viele Holzfestmeter geerntet werden dürfen, wie durch Neuanpflanzungen nachwachsen können. Dadurch bleibt der Baumbestand auch zukünftig gewahrt. Amtliche Schätzungen gehen sogar davon aus, dass der deutsche Wald pro Jahr beträchtlich wächst; der Holzvorrat soll zwischenzeitlich über eine Milliarde Kubikmeter betragen. Bedenken, Dämmstoffe aus Holzfasern im und am Haus zu verwenden, brauchen Bauherren und Modernisierer deshalb nicht zu haben. Ganz im Gegenteil! Sowohl der Mensch als auch die Umwelt profitieren, wenn Waldholz nicht ungenutzt verrottet, sondern daraus gefragte Baumaterialien werden. Dämmstoffe aus Holzfasern beispielsweise werden aus Schwarten und Spreißeln von Nadelbäumen hergestellt, also aus Sägewerksresten frisch verarbeiteter Douglasien, Fichten, Kiefern oder Tannen. Altholz hingegen - zum Beispiel von ausgedienten Zimmertüren, Fensterrahmen oder Möbeln - kann zur Produktion nicht eingesetzt werden. Die Mitgliedsunternehmen im Verband Holzfaser Dämmstoffe verwenden daher frisches, nachweislich unbehandeltes Nadelholz aus kontrollierten Forsten.
Ressourcenschonende Herstellung
Generell sind zwei Produktionsverfahren zu unterscheiden: das klassische Nass- sowie das innovative Trockenverfahren. Bei beiden Varianten werden Hackschnitzel, Spreißeln und Holzschwarten zunächst maschinell zerfasert und danach zu robusten Dämmplatten verpresst. Erdölhaltige Additive kommen während des Produktionsprozesses in geringstmöglichen Mengen zum Einsatz. Beim Trockenverfahren dienen sie dazu, die Holzfasern dauerhaft miteinander zu verbinden. Anschließend erfolgen der maschinelle Zuschnitt der Platten auf das jeweils gewünschte Format und die transportgerechte Palettierung.
Beim Nassverfahren werden die zerfaserten Rohmaterialien unter Zugabe von Wasser und Wärme zu einer Art Brei gemischt. Die Zugabe kleinster Mengen schwach erdölhaltiger Additive dient allein der Hydrophobierung der Holzfasern. Um stabile Dämmplatten zu erhalten, sind hingegen keinerlei Klebstoffzusätze nötig, denn die Bindungswirkung der Holzfasern beruht allein auf einer Aktivierung ihrer Eigenklebefähigkeit. Die eingedickte Masse wird auf eine Langsiebmaschine aufgebracht, unter Druck zu Platten geformt, wieder entwässert und getrocknet. Verschnitt und Holzstaub werden dem geschlossenen Produktionskreislauf direkt wieder zugeführt.
CO2-neutrale Entsorgung möglich
Am Ende des Produktlebenszyklus', der sich wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge bei Holzfaserplatten in Wärmedämmverbundsystemen über mindestens 50 Jahre erstreckt, können Dämmstoffe aus natürlichen Holzfasern durch Verbrennen CO2-neutral entsorgt werden. Der Verbrennungsvorgang ist dabei nichts anderes als eine thermische Form der Nutzung von Sonnenenergie. Im Ergebnis entspricht das freigesetzte Kohlendioxid exakt der Menge CO2, die der Baum während seiner gesamten Wachstumszeit gebunden hat. Aufnehmen und Abgeben halten sich somit die Waage.
Weitere firmenneutrale Informationen über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holzfaserdämmstoffen im und am Haus finden sich ebenso wie die Adressen aller VHD-Mitglieder im Internet auf www.holzfaser.org
04.08.2009
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Rekordverdächtig energiesparend: Mit Holzfaserdämmplatten an den Außenwänden lässt sich sogar das Passivhausniveau erzielen. An der Fassade fungieren die robusten Energiesparhelfer mit ihrer festen Oberfläche zugleich als Putzträger; die Montage und Bearbeitung müssen daher fachgerecht erfolgen - eine Aufgabe für gut geschulte Bauhandwerker. (Foto: A. Zielke/VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)
Große Dämmwirkung, geringes Gewicht: Dieser natürliche Gefachdämmstoff besteht aus einem Gewirk miteinander verwobener Holzfasern. Er eignet sich hervorragend zum Ausdämmen von Hohlräumen in Decken und Wänden. Auch beim Dachgeschossausbau werden flexible Holzfaserdämmstoffe mit hoher Klemmwirkung zur Zwischensparrendämmung eingesetzt. (Foto: A. Zielke/VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)
Gut für Mensch und Natur: Um den Wald auf Dauer zu erhalten, ist in deutschen Forsten Nachhaltigkeit Pflicht. Geerntet werden maximal so viele Festmeter Holz wie durch Neuanpflanzungen nachwächst. (Foto: A. Zielke/VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)
Wirtschaftlich und umweltschonend: Holzfaserdämmstoffe werden aus Sägewerksresten frisch verarbeiteter Nadelbäume hergestellt. (Foto: A. Zielke/VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)
Holznutzung ist aktiver Klimaschutz: Durch Umwandlung von Tageslicht in Energie (Photosynthese) nehmen Bäume für die Bildung einer Tonne Holz rund 1,9 t Kohlendioxid auf, binden 500 kg Kohlenstoff und geben den Sauerstoff in die Atmosphäre ab. (Grafik: HAF-Archiv; Quelle: VHD e.V., Verband Holzfaser Dämmstoffe, Wuppertal - www.holzfaser.org)
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