VERBAND HOLZFASER DÄMMSTOFFE VHD e.V.
Nr. 12/2009 MEDIENINFORMATION

Altbauten raumseitig dämmen!
Innendämmsysteme auf Holzfaserbasis ideal


Wuppertal (vhd). Auf vielen Baustellen ruht die Arbeit im Winter. Mit dem Dämmen und Verputzen von Fassaden muss gewartet werden, sobald das Außenthermometer weniger als fünf Grad Celsius anzeigt. Clevere Bauhandwerker haben dennoch alle Hände voll zu tun, um ältere Wohnungen energetisch zu sanieren: Spezielle Innendämmsysteme auf Holzfaserbasis lassen sich auch in der kalten Jahreszeit anbringen; die Montage erfolgt dabei raumseitig, also an den Zimmerwänden. Die frisch aufgebrachte Dämmung kann danach mit einer Dampfbremse versehen, verputzt, mit Holz vertäfelt, farbig gestrichen oder anderweitig gestaltet werden. Ganz so, wie es den Bewohnern am besten gefällt.

Modernisieren in der kalten Jahreszeit

"Innendämmsysteme auf Holzfaserbasis bieten sich zur raumseitigen Montage in Wohnungen und Häusern auch über Winter an. Unabhängig vom jeweiligen Wandaufbau und Untergrund kann man auf diese Weise Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, Eigentumswohnungen in verdichteten Innenstadtlagen oder auch Mietwohnungen in größeren Liegenschaften energiesparend dämmen", sagt Dr.-Ing. Tobias Wiegand, Geschäftsführer des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD) in Wuppertal. Auch das gezielte Dämmen einzelner Räume innerhalb einer Wohnung ist mit Holzfaserdämmplatten möglich, sofern dabei die Gesetzmäßigkeiten der Bauphysik genauestens beachtet werden.

Jede Wohnung ist ein Einzelfall

Überall, wo die Fassadengestaltung unverändert bleiben muss - zum Beispiel aus Denkmalschutzgründen - oder wo es an Platz fehlt, um eine Wärmedämmung an der Außenseite des Hauses anzubringen, kommt eine raumseitige Dämmung der Zimmerwände mit Holzfaserplatten in Betracht. Solche Arbeiten sollten allerdings nur Fachbetriebe ausführen, da die Innendämmung bauphysikalisch zum Beispiel auf den vorhandenen Wandaufbau abgestimmt werden muss. Schon bei der Planung ist darauf zu achten, dass die Innendämmung luftdicht ausgebildet wird; das bedeutet, dass eine Ebene der Luftdichtheit vor dem Tauwasserpunkt angeordnet werden muss.

Schimmelbildung wird verhindert

Bei Innendämmsystemen dient die diffusionsoffene Holzfaserdämmplatte als Feuchtepuffer und zugleich als Wärmespeicher, was ein angenehmes Wohlfühlklima in jedem gedämmten Raum bewirkt. Von zentraler Bedeutung ist hierbei die Feuchte regulierende Funktion, wie folgendes Beispiel zeigt: Eine vierköpfige Familie produziert pro Tag etwa zehn Liter Wasser, das beim Kochen, Duschen, Händewaschen sowie über Nacht im Schlaf als Dampf an die Raumluft abgegeben wird. Diese Menge Flüssigkeit muss irgendwo hin, wenn sie sich nicht als Kondensat an den Zimmerwänden, auf Möbeloberflächen bzw. auf dem Fußboden niederschlagen und dort zu Stockflecken und Schimmelbildung führen soll. Holzfaserdämmplatten zur Anwendung in Innenräumen sind deshalb ab Werk diffusionsoffen eingestellt. Das bewirkt, dass sie etwa ein Fünftel ihres Eigengewichts an Raumluftfeuchte aufnehmen können, ohne ihre dämmende Wirkung einzubüßen. Sollten größere Mengen an Feuchtigkeit anfallen, kann eine Dampfbremse erforderlich sein. Dafür bieten sich verschiedene Ausführungen an: zum Beispiel als flächenbündig zu montierende Folie, als beschichtetes Spezialpapier, als aufstreichbares Fluid oder als spezielle Beschichtung, die die Funktion »Putzträger und Dampfbremse« als Systemvariante in sich vereint.

In jeder Hinsicht vorbildlich

Eine Innendämmung auf Holzfaserbasis zeichnet sich unter anderem durch folgende Merkmale aus:

Der Verarbeiter hilft weiter

Dass beheizte Wohnungen in Bestandsgebäuden auch bei Außentemperaturen unter dem Gefrierpunkt raumseitig problemlos zu dämmen sind, ist nur ein Vorteil unter vielen, der sich innovationsfreudigen Verarbeitern und auf Nachhaltigkeit bedachten Kunden bietet. Wie beim klassischen Wärmedämmverbundsystem (WDVS), das üblicherweise zur Außenmontage vorgesehen ist, sind auch bei Innendämmungen alle Systemkomponenten präzise aufeinander abgestimmt. Es sollten daher nur die vom Systemanbieter vorgeschriebenen Komponenten verwendet werden. Auf das Innendämmsystem können dann je nach Geschmack Putze, Tapeten oder sonstige Bekleidungen aufgebracht werden.

Guten Rat gibt's gratis

Wohnungseigentümer sind insofern gut beraten, einen versierten Bauhandwerker wie etwa den Maler oder Zimmerer am Wohnort oder einen Fachberater eines Dämmstoffherstellers bzw. -anbieters um einen passenden Systemvorschlag zu bitten. Die VHD-Mitgliedsunternehmen stehen gern beratend zur Verfügung und vermitteln Kontakte zu professionell geschulten Verarbeiterbetrieben, die konkrete Kostenvoranschläge für Innendämmmaßnahmen ausarbeiten können und auf Wunsch die Ausführung selbst übernehmen. Entsprechende Kontaktadressen und weitere wissenswerte Informationen über das Dämmen mit Holzfaserprodukten sind im Internet auf www.holzfaser.org zu finden.

01.12.2009

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Schön wie am ersten Tag! Wenn es um das energetische Sanieren eines Altbaus geht, darf die Fassade häufig nicht verändert werden. (Bildquelle: VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)


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Schallschutz inklusive! Für Bestandsgebäude unter Denkmalschutz und betagte Fachwerkhäuser ist das raumseitige Dämmen der Gebäudehülle zu empfehlen. (Bildquelle: VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)


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Saubere Arbeit! Die Montage eines Innendämmsystems sollten Haus- und Wohnungseigentümer grundsätzlich geschulten Fachhandwerkern überlassen, empfiehlt der Verband Holzfaser Dämmstoffe (VHD). (Bildquelle: VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)


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Wie's gefällt! Die Oberflächen mit Holzfaserplatten aufgedämmter Innenwände lassen sich nach Belieben verputzen, tapezieren, farbig streichen oder auch mit Holz verschalen. (Bildquelle: VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)


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Mehr Komfort, weniger Kosten! Mit einem Innendämmsystem auf Holzfaserbasis wird der Energiebedarf der Immobilie auf ein zeitgemäßes Niveau reduziert; zugleich steigt der Wohnkomfort erheblich. (Bildquelle: VHD e.V., Wuppertal; www.holzfaser.org)




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